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In der LagerkücheWie auch in den Pfadfinder*innen-Gesetzen deutlich wird, verpflichte ich mich als Pfadfinder*in zu einem respektvollen zwischenmenschlichen Umgang, gehe “mit wachen Augen durch die Welt” und helfe dort, “wo es notwendig ist” (Pfadfinder*innen-Gesetz). Davon sind die Unterstützung und das Vorantreiben des fairen Handels keine Ausnahmen!

Na klar, sie sind bei jedem Lager mit dabei - Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade oder unsere Kluft. Ganz konkret kann ich beim Kauf darauf achten, solche Produkte zu wählen, welche unter fairen Bedingungen produziert wurden. Und damit etwas für mehr Fairness in der Welt tun.

Die Kampagne Fairtrade Scouts wurde vom Bundesarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit der DPSG ins Leben gerufen und mithilfe von Kooperationen mit Fairtrade Deutschland und dem katholischen Hilfswerk MISEREOR entwickelt. Die Fairtrade Scouts Webseite des Bundesverbandes möchte es allen Stämmen ermöglichen, sich mit den Themen rund um den fairen Handel auseinander zu setzen. Ein schöner Anreiz ist es beispielsweise, als Fairtrade-Stamm ausgezeichnet zu werden.


Pfadfinder auf einer DiözesanversammlungUm als Fairtrade-Stamm ausgezeichnet zu werden, gilt es fünf Kriterien zu erfüllen. Diese Kriterien lauten:

1. Beschluss der Stammesversammlung

Die Versammlung beschließt die Teilnahme an Fairtrade Scouts und beschließt den regelmäßigen Kauf von Fairtrade-Produkten für jegliche Vorhaben des Stammes.

2. Gründung eines Fairtrade-Scout-Teams

Das Team besteht bestenfalls aus Leiter*innen, Kindern und Jugendlichen.

3. Beschäftigung mit Fairem Handel

Alle Gruppen im Stamm (inklusive der Leiter*innenrunde) beschäftigen sich innerhalb eines Jahres inhaltlich mit dem Thema Fairer Handel.

4. Stammesaktionen zum Fairen Handel

Bei mindestens einer Stammesaktion soll Fairer Handel inhaltlicher Bestandteil sein.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Vor Ort, z.B. in einer lokalen Zeitung und Dokumentation als Blog-Artikel zu jedem Schritt.

Mehr Infos zu den einzelnen Kriterien findest Du hier.

Die Auszeichnung als Fairtrade-Stamm kann für zunächst vier Jahre verliehen werden, sobald alle fünf Kriterien erfüllt werden und dies nachgewiesen werden kann. Spätestens nach Ablauf dieser Zeit muss erneut gezeigt werden, dass die Kriterien weiterhin erfüllt werden.

Auch die Zertifizierung als Fairtrade-Diözese ist möglich. Mehr Infos hierzu hier


Um sich darüberhinaus als Stamm einzubringen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Bei Aktionen und Kampagnen mitmachen

Aktuelle bundesweite Mitmach-Aktionen und Kampagnen werden von der Organisation Fairtrade Deutschland unter fairtrade-deutschland.de geteilt.

Eine faire Woche organisieren

Jedes Jahr im September laden die Veranstalter ForumFairerHandel, TransFair und der Weltladen-Dachverband zum Besuch oder der selbstständigen Organisation einer regionalen Fairen Woche ein. Die Webseite der Veranstalter*innen gibt ausführliche Informationen über den Prozess - vom Einkaufsguide über Zahlen und Fakten bis zum Ideenpool für eigene Aktionen. Schaut rein!

Gemeinsam mit und für die Gemeinde faire Veranstaltungen organisieren

In der Broschüre "Fair durchs Kirchenjahr" von Misereor sind Ideen und Vorschläge sowie Aktionsmaterial für jegliche Art von Veranstaltung innerhalb des Kirchenjahres geboten.

Sich von anderen Stämmen inspirieren lassen

Auf dem Blog der Fairtrade Scouts teilen andere interessierte Stämme ihre Erfahrung rund um das Engagement mit dem fairen Handel.


 Um eure ganz eigene Gruppenstunde rund um das Thema "Fairtrade" zu gestalten, gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Mediatheken für Materialien

Fairtrade Quiz

Mistery – das Geheimnis des Orangensaftes

Mysterys sind eine Lernform, die vernetztes Denken fördert mit dem Ziel, komplexe
Zusammenhänge in unserem Alltag zu erfassen und zu reflektieren. Mysterys unterstützen ein problemorientiertes Lernen: Die Teilnehmenden aktivieren ihr Vorwissen, erschliessen sich neue Informationsquellen, suchen Zusammenhänge und versuchen, Schlussfolgerungen zu ziehen. Mysterys lassen in der Regel verschiedene Lösungen zu.

Lade die Anleitung hier herunter.

Label Quartett

Die Label für dieses Spiel müssen selbst ausgesucht, gedruckt, ausgeschnitten (und laminiert) werden.

Ziel

Quartett wird meistens zu dritt gespielt. Im Spiel gilt es, möglichst viele Quartette (4 gleiche Karten) zu sammeln. Das Spiel endet, wenn jeder Spieler keine Karten mehr hat und alle Quartette abgelegt sind. Wer am Ende die meisten Quartette besitzt, hat gewonnen.

Anleitung

Alle Karten mischen und restlos an die Mitspielenden verteilen. Der/die erste Spieler*in fragt eine/n andere/n Spieler*in nach einer Karte, die für ein Quartett fehlt. Die angefragte Karte muss herausgegeben werden, wenn diese/r die Karte auf der Hand hat. Der/die Fragende ist solange weiter am Zug, bis die gewünschte Karte nicht mehr vorhanden ist. Diese/r Spieler*in übernimmt dann das Fragen.

Sobald ein/e Spieler*in ein volles Quartett auf der Hand hat, wird es offen auf den Tisch gelegt. Wer keine Karten mehr auf der Hand hat, wartet bis zum Ende des Spiels ab.

Das Spiel kann auch zu zweit gespielt werden. Jede/r Spieler*in erhält dann 10 Karten. Die restlichen Karten bleiben in der Mitte als verdeckter Stapel liegen. Hat ein/e Spieler*in die gewünschte Karte nicht auf der Hand, so muss der/die Fragende eine Karte vom Stapel ziehen. Das restliche Spiel läuft nach den normalen Quartettregeln weiter ab.

Memory

Memory-Karten ausdrucken, ausschneiden, evtl. laminieren, loslegen!

Legespiel

Woher kommen unsere Produkte?

Verschiedene Karten mit Rohstoffen, Kontinenten und Stationskarten werden ausgeschnitten und einander zugeordnet. Ziel ist es, den Teilnehmenden zu zeigen, welche Stationen von einem Produkt üblicherweise durchlaufen werden, bis es verzehrt wird.

Geldbeutel aus Tetrapack nähen

In vielen Weltläden werden ähnliche Produkte verkauft. Probiert doch einmal, diese selbst herzustellen.

Die Anleitung dazu findet ihr auf YouTube.

Wolle-Netz

Dieses Spiel verdeutlicht die Verbundenheit von Produzierenden und Konsumierenden und veranschaulicht globale Zusammenhänge.

Mehrere Menschen stehen im Kreis und verkörpern unterschiedliche Stationen der Produktion und des Handels einer (un)fair produzierten Ware. Beispielsweise stellt eine Person den/die Bauer*in dar, mehrere Personen sind Zwischenhändler*innen und der/die Konsument*in darf natürlich auch nicht fehlen. Nun wird ein Wolle-Faden von einem Menschen zum nächsten gespannt, dem Weg der Ware nachempfunden. Hierdurch ergibt sich ein spinnennetzartiges Gebilde. Weiterhin können auch Post-its an den Menschen befestigt werden mit Geldbeträgen, die dabei an jeder Station abgehen. Das Netz soll gut gespannt sein und lässt man nun eine Person im Gebilde einen Schritt vor/zurück gehen oder sich hinknien, so spürt das restliche Netz die Spannung steigen oder abnehmen.

Fairer Stadtrundgang

Ein fairer Stadtrundgang kann sehr kreativ und frei gestaltet werden. Interessierte Bürger*innen sollen an die Hand genommen werden und gemeinsam die Bedeutung von fair gehandelten Produkten erfahren. Im besten Falle geschieht dies an beispielhaften Orten, wo etwa fair gehandelte Produkte gekauft werden können. Zudem wird ein Dialog angeregt zwischen den Teilnehmenden und Akteur*innen der Fairtrade-Branche. Zentral ist hierbei das Reflektieren und Einordnen des Begriffes "fair" aus verschiedenen Perspektiven.